Bodo Mjellet Beach Nordnorwegen

Die letzten zwei Tage meiner Reise verbachte ich in Bodø, die größte Stadt im Norden des Landes mit ca. 51.000 Einwohnern. Diese Stadt hat einfach alles – Shopping Malls und Restaurants auf der einen Seite, atemberaubende Landschaften und Outdooraktivitäten auf der Anderen. Lediglich das Wetter ist das einzige Manko. 12°C waren es Ende August als ich da war. „Das ist unser Sommer“ schärzte eine einheimische junge Frau, die ich auf meiner Keiservarden Wanderung traf. Sie erzählte mir auch, dass die Norweger häufig in wärmeren Ländern Urlaub machen – wer will es ihnen verdenken.

Keiservarden – 366m über der Stadt

Ein schöner Hike, der zu einem rundum Blick über die Stadt führt. Ich traf auf meinem Weg einige Einhemische, die diesen Berg als alltägliches Sportprogramm nutzen und den Berg förmlich hochjoggten. Respekt!

Auf dem Gipfel empfing mich einige starke Böen, doch es gab eine kleine Steinhütte in der ich mich aufwärmen konnte und vor Wind geschützt war. Sobald der Wind abflachte, eröffnete sich mir ein 360° Ausblick über die Stadt, die Lofoten sowie den angrenzenden Mjelle Beach sowie die auf die um die Stadt thronenden Berge. Eine schöne Halbtageswanderung in Bodø.

Infos zur Wanderung:
Startpunkt: Parkplatz am Ende der Straße Fjellveien in Bodø
Dauer: 2-2,5h
Schwierigkeit: Leicht – Medium

Keiservarden Hike Bodo Norwegen

Finnkonnakken – 518m Mitten im Sjunkhatten Nationalpark

Wer gefühlt etwas weiter aus der Stadt heraus möchte, für den ist der Sjunkhatten Nationalpark der richtige Ort. Ganze 418 km² umfasst das Gebiet, das geografisch zu der Stadt Bodo im Nordland gehört. Die Landschaft ist wie im gesamten Norwegen von spitzen Gipfeln, vielen Flüssen, Seen und moosbedeckten Tälern geprägt. Der Weg auf den Gipfel des Finnkonnakken war meine leichteste Wanderung während meiner Reise, aber auch die entspannteste.

Steile und flache Stellen wechselten sich in einem gleichmäßigen Verhältnis ab, sodass ich auf den ebenen Passagen durch Lärchenwälder oder auf weichen Mosswegen immer wieder die Möglichkeit hatte durchzuatmen und die Landschaft auf mich wirken zu lassen.

Oben angekommen fegte der Wind mich ordentlich durch. Zur Sicherheit kniete ich mich hin, um meinen Blick in Ruhe über den riesigen Mistfjord und Bodøs Küstenlandschaft schweifen zu lassen. Während der gesamten Wanderung traf ich übrigens auf keinen weiteren Wanderer – Ein Tag, ein Weg und ein Berg nur für mich.

Infos zur Wanderung:
Startpunkt: Parkplatz auf Höhe des Sees, kurz vor dem Ort Favang
Dauer: 3-3,5h
Schwierigkeit: Leicht bis Medium

Finnkonnakken Wanderung Bodo Norwegen